Sonntag, 25. Juli 2010

Ein "natürlicher" Feind.

Schweigend sitze ich dort, vor meinem Pc, und starre auf den Bildschirm, den ich nie zuklappen kann, da er sonst irgendwann vom Rest meines schrottigen Laptops (ich sollte ihn liebevoll auf "Schrotti" taufen)abbrechen würde - was definitiv auch irgendwann passieren wird. Das ist echt mies. Ich sehe schwarze Buchstaben auf weißem Untergrund - meine geliebte "word"-Datei und lese mir alles durch. Eigentlich komisch, denn ich kenne das Geschriebene bereits, schließlich habe ich es selbst verfasst. "Der Ort, an dem wir uns trafen" oder auch "mein Baby". Jap, genau. Ich gebe meinen Geschichten Namen und freu mich einen Keks, wenn ich sie so nenne. Meine Augen fliegen über die Zeilen und auf meinem Mund breitet sich ein leichtes Grinsen an.
Der Text ist gut - wirklich sehr gut. Genau so, wie ich ihn haben will. Vielleicht kommt mir das nur so vor, weil die Personen in der Geschichte von mir selbst erschaffen worden sind, eine Ausgeburt meiner Fantasie, doch irgendwie kann ich jeden Gedankengang und jede Handlung von ihnen nachvollziehen und denke nebenbei, dass ich es wahrscheinlich genauso machen würde.
Und obwohl ich das alles schon mehr als auswendig kenne, denn ich habe es alles mindestens 5 Mal durchdacht und notiert, wie es alles am besten zueinander passt, wird mir beim Lesen nicht langweilig. Das sollte mich eigentlich in irgendeiner Weise motivieren, weiterzuschreiben. Das Werk zu vollenden.
Doch ich sitze immer noch vor dem Laptop und lese es mir immer wieder durch, in Hoffnung, etwas zu finden, was ich in den Zeilen gelassen habe: meine Kreativität.
Sie ist im Augenblick einfach nicht da.
Vielleicht ist es auch meine Motivation. Die Storyline ist bereits vage auf Papier geschrieben, ich müsste alles nur ein wenig ausschmücken. Ich habe so viele Ideen, was noch passieren kann und wird. Aber ich kann es irgendwie nicht. Was mache ich denn, wenn ich es vollendet habe, immerhin mag ich meine Figuren. Das wird sich ergeben.
Erst muss ich nämlich noch meine Fantasie und meine Kreativität wiederfinden - wie ich Schreibblockaden hasse! Die typische Schreibblockade, einer meiner natürlichen Feinde.

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